Borkenkäfer vermehren sich explosionsartig

AELF Karlstadt – die extreme Trockenheit und die hohen Temperaturen haben die unterfränkischen Wälder in diesem Jahr erkennbar geschwächt. Jetzt, im Spätsommer, sind die entkräfteten Bäume besonders anfällig für Schädlinge. Buchdrucker und Kupferstecher haben leichtes Spiel bei ihren Angriffen auf die Fichten. Deshalb bittet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt Waldbesitzende um Mithilfe.

Käferbefall erkennen

Schon von weitem sind die befallenen Fichten durch die rot gefärbten Baumkronen, Harztropfen an den Stämmen und abblätternde Rindenstücke erkennbar.

Durch den massiven Trockenstress der Bäume fallen die durch die Borkenkäfer verursachten Schäden intensiver aus als im Vorjahr. In ihrer dritten Schwärmwelle haben Buchdrucker und Kupferstecher in diesem Jahr daher ein besonders hohes Schadpotenzial.

Was können Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer tun?

Waldbesitzende sind dazu verpflichtet ihre Wälder regelmäßig auf Borkenkäferbefall zu überprüfen und befallene Fichten schnellstmöglich abzutransportieren. Dort, wo der zeitnahe Abtransport der Bäume nicht möglich ist, müssen die Fichten mindestens 500 Meter vom nächsten Fichtenbestand entfernt, zwischengelagert werden. Alternativ können die Fichten entrindet und das

Kronen- und Astmaterial gehäckselt werden.     

Aufarbeitung und Abtransport bis zum Herbst

Borkenkäfer überwintern unter der Rinde und in den Waldböden und können dort auch langanhaltende Minustemperaturen überstehen. Wenn die Temperaturen im folgenden Frühjahr milder werden, werden die Käfer wieder aktiv und befallen frische Fichten. 

Deshalb sollte die Aufarbeitung der Käferbäume im Herbst abgeschlossen und das Holz entrindet oder abgefahren sein. Nur so kann ein Neubefall vermieden und die Schadholzmenge im Folgejahr begrenzt werden. Auch Resthölzer und Äste werden als Brutraum genutzt und sollten gehäckselt oder im eigenen Ofen verbrannt werden.

Für Fragen zum Thema Borkenkäfer stehen die Revierleiterinnen und Revierleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner finden Sie unter: www.aelf-ka.bayern.de und im „Försterfinder“ der Bayerischen Forstverwaltung.

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