Worte zum Jahreswechsel

Liebe Kleinostheimerinnen,liebe Kleinostheimer,

das Jahr 2020 wird uns Allen als ein außergewöhnliches Jahr in Erinnerung bleiben. Seit März wird unser Tagesgeschehen von der Corona-Pandemie bestimmt. Es begann im Frühjahr mit dem Lockdown und geschlossenen Kitas, Schulen, Jugendhäusern, Sporthallen, Schwimmbädern, Musikschulen, Reiseverboten, Ausgangsbeschränkungen und weiteren Einschränkungen. Im Sommer entspannte sich die Lage zunächst, trotzdem mussten deutschlandweit eine Vielzahl von Veranstaltungen abgesagt werden. Auch in Kleinostheim war es ein Sommer ohne geselliges Beisammensein bei der Kerb, den Vereinsfesten, dem Besuch der französischen Partnergemeinde Bassens und vielen anderen Veranstaltungen.

Jetzt – vor Weihnachten – wieder „Lockdown“! Auch wenn Viele die Feiertage und den Jahreswechsel anders als gewohnt verbringen, können wir zumindest im Kreis der Familie die Tage, nach einem Jahr voller Herausforderungen, ruhig und besinnlich genießen.

Neben den Herausforderungen der Corona-Pandemie wurden viele gemeindliche Aufgaben und Projekte erfolgreich umgesetzt.

In der Ortsentwicklung wurde der Verkehrsentwicklungsplan fortgeschrieben sowie in die Planungen für den barrierefreien Zugang am Bahnhof (Gleis 2 und 3) eingestiegen. Das Bebauungsplanverfahren für das Gewerbegebiet zwischen der A3 und der Mainparkstraße wurde fortgeführt und Änderungen im Industriegebiet Nord für eine Ansiedlung weiterer Gewerbetreibende umgesetzt.

Im Bereich der Hochbauprojekte erfolgte die Grundsteinlegung der Kinderkrippe als Bestandteil der Neustrukturierung des gesamten Geländes an der Brentanoschule mit Stellplätzen, einer Fahrradabstellanlage sowie mit einem neuen, großzügigen und von Kindern mitgestaltetem Spielplatz, mit Spielbereichen für alle Altersgruppen.

Um den Sanierungsbedarfs des Vitamars einschließlich der Haus- und Anlagetechnik zu bewerten, wurde ein gesamtgutachterliches TÜV-Gutachten erstellt. Leider konnte coronabedingt ein geplanter Workshop innerhalb des Gemeinderates bisher nicht stattfinden. 

An unserer Maingauhalle wurde eine Fassadensanierung und die Neugestaltung des Vorplatzes durchgeführt.

Die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern durch die Wohnungsbaugesellschaft Kleinostheim an der B8 befinden sich in der Planungs- und Ausschreibungsphase.

Unser neues „Aushängeschild“, der Grobirn-Kreisel mit bienenfreundlicher Bepflanzung, wurde fertiggestellt. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Blüh-Flächen“ des LBV wurde ein Konzept für weitere Maßnahmen auf gemeindlichen Grundstücken erarbeitet. So sind beispielsweise Grünflächen entlang der Alten Poststraße und der Bahnlinie, am Friedhof und am Mainufer als Blühstreifen vorgesehen.

Da die Gemeinde sich der Bedeutung von Umwelt- und Naturschutz bewusst ist, ist sie auch Teil der Initiative „Der Landkreis Aschaffenburg summt und die Gemeinde Kleinostheim summt mit!“. Darüber hinaus gehören mittlerweile zwei Elektrofahrräder zum Inventar und ein E-Auto für den Fuhrpark wird 2021 geliefert.

Der Mittelweg zum Sport- und Freizeitgelände wurde im Rahmen der zahlreichen Straßen- und Kanalbaumaßnahmen mit insektenfreundlicher LED-Straßenbeleuchtung ausgestattet. Hinzu kommen die grabenlose Kanalsanierung in der Waldstadt und die Aufbesserung des Mainuferweges. Letzteres wird uns auch 2021 beschäftigen.

Der in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein aufgestellte Fischer-Nachen erinnert an die Fischerzunft Kleinostheim/Aschaffenburg und trägt zur Verschönerung des Mainufers bei.

Auf Grundlage der Vereinsförderrichtlinien erhielten unsere Ortsvereine Zuschüsse von mehr als 90.000 EUR. Bei der nächsten Auszahlung wird zusätzlich die Mitgliederförderung coronabedingt erhöht.

Für unsere Freiwillige Feuerwehr konnten zwei Fahrzeuge, die beim Feuerwehrhausbrand zerstört wurden, neu bestellt werden. 

Im Bereich der Digitalisierung ist Kleinostheim auf der Überholspur der digitalen Autobahn, denn als eine von sechs Pilotgemeinden europaweit erhält die Gemeinde Fördermittel für einen modernen Glasfaserausbau. Mit Hilfe dieser Förderung und weiteren Bemühungen konnten wir mit der „Deutsche Glasfaser“ einen Kooperationspartner gewinnen, der im gesamten Ort einen privatwirtschaftlichen Ausbau vollziehen wird, wenn mehr als 40% der Haushalte einen Glasfaseranschluss beantragen.

In der Wilhelm Emmanuel von Ketteler Grundschule wurde unterdessen schon ein Glaserfaseranschluss in Betrieb genommen. Durch die bereits erfolgte Umsetzung des „Digitalen Klassenzimmer“ und einer modernen Ausstattung der Lehrerinnen und Lehrer mit mobilen Endgeräten sind wir für ein mögliches Homeschooling gerüstet.

Zur Geschichte Kleinostheims gehört der Bombenangriff, der sich am 21. Januar 2020 zum 75. Mal jährte und heute noch viele Menschen bewegt. Es fand ein gemeinsamer Gedenkgang über vier Stationen mit anschließendem ökumenischem Gottesdienst zur Erinnerung des Krieges statt.

Eine meiner persönlichen Erinnerungen wird die diesjährige Kommunalwahl bleiben, in der Sie mich mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigten. Herzlichen Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen! Damit verbinde ich auch eine Bestätigung für die sehr gute Arbeit aller rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem neugewählten Gemeinderat lenken wir seit der konstituierenden Sitzung im Mai die Geschicke in unserer Gemeinde.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Mitgliedern des Gemeinderates für ihr ehrenamtliches Engagement und bei meinem Team für die erfolgreiche Umsetzung der zahlreichen Projekte.

„Lichtblicke“ für das Weihnachtsfest – eines dieser Projekte – sind unsere erweiterte Weihnachtsbeleuchtung und die Dekorationen an gemeindlichen Gebäuden und Plätzen. Zusätzlich wurden zusammen mit dem Schaufenster Kleinostheim Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen und Unternehmen motiviert, Adventsfenster zu dekorieren.

All diese wunderschönen „Lichtblicke“ sind ein Zeichen des Zusammenwirkens in Kleinostheim, trotz großer „Corona-Herausforderungen.“

„Wo immer wir die Herausforderungen unserer Zeit mit Verstand und mit Herz annehmen, werden wir die notwendige Kraft finden.“ Richard von Weizsäcker

Diese Kraft lässt uns optimistisch in das neue Jahr gehen, denn als Solidargemeinschaft können wir die Herausforderungen in dieser Krise bestehen und auch 2021 wieder Vieles erreichen.

Abschließend bedanke ich mich sehr herzlich bei Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für Ihr Vertrauen, Ihr Verständnis, Ihr umsichtiges Handeln und Ihr soziales Engagement. Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben, auch im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Gemeinderates, von Herzen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2021!

Bleiben Sie gesund!

Ihr                              

Dennis Neßwald

Erster Bürgermeister

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